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23.03.2021

Aufforstung im Rodgauer Wald

Sie wirken wie zarte Pflänzchen der Hoffnung: 12 000 junge Bäume haben ihren neuen Lebensraum in einer Aufforstungsfläche im Jügesheimer Wald bekommen. Der August-Sturm 2019 hat nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch im Wald gewütet und auf einer Fläche von geschätzt 100 bis 129 Hektar Schneisen der Verwüstung hinterlassen. Jetzt sollen die zweijährige Stieleichen und einjährige Vogelkirschen ein erster Schritt der Aufforstung auf einer 2 Hektar großen Fläche sein. Die Setzlinge wurden ausgewählt, weil sie nach heutigen Erkenntnissen robust genug erscheinen, dem Klimawandel standzuhalten. Um die jungen Bäume gegen tierische Gefahren wie Wildtierverbiss oder Mäusebefall zu schützen, wird die Fläche mit einem 900 Meter langen Wildzaun versehen und Sitzkrücken für Greifvögel aufgestellt. Insgesamt kostet die Maßnahme rund 30 000 Euro. In einem weiteren Abschnitt soll einer Fläche für eine Herbstbepflanzung vorbereitet werden. Dort soll ein sogenannter Gatterbau einen Verbiss der Naturverjüngung verhindern, die sich hier bereits entwickelt hat. Die jetzt neu angepflanzte Fläche ist Teil eines Konzeptes, das von den Fachleuten erarbeitet wird. Die Aufforstung weiterer vom Sturm und anderen Schadensereignissen betroffener Flächen ist darin ein wesentlicher Bestandteil. Das große Aufräumen der Harvester ist nach gut über einem Jahr demnächst beendet. Auch wenn es im Wald für den ein oder anderen Spaziergänger an manchen Stellen noch wüst aussieht, gehört auch das zum Plan. Das auf den Flächen verbliebene Holz schützt den Waldboden vor Austrocknung und trägt dazu bei, ihn zu verbessern.


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