Seiteninhalt
Inhalt
08.11.2022

Autorenlesung zum Gedenktag »NEIN zu Gewalt an Frauen«

Der 25. November ist als offizieller Gedenktag "Nein zu Gewalt an Frauen“ seit 1999 von den Vereinten Nationen anerkannt. Auch die Stadt Rodgau sagt „Nein“ zu Gewalt an Frauen und hisst um 11 Uhr die Terres-des-femmes-Fahne „frei leben“ auf dem Rathausvorplatz. Das Rodgauer Frauennetzwerk, mit Vertreterinnen verschiedener Glaubensrichtungen, gedenkt all der Frauen, die Gewalt zum Opfer gefallen sind. Abends findet dann um 19 Uhr im Rathaus eine Autorenlesung mit Monika Woknitz statt. Deren Kindheit war von Anfang an von Missbrauch und Gewalt geprägt. Das Martyrium von Monika Woknitz begann im Alter von 5 Jahren mit dem ersten Missbrauch durch den Vater. Die Mutter glaubt ihr nicht. Als sich das Kind hilfesuchend an sie wendet, wird es für seine angelblichen Lügen geschlagen. Jahrelang muss Monika die Übergriffe erdulden. Es dauert lange, bis sie sich als junge Frau befreien kann. Doch sie betritt eine neue Hölle. Jetzt tyrannisert sie und das gemeinsame Kind der eigene Partner, brutal und gewissenlos. Über das Erlebte hat Martina Woknitz vier Bücher, u.a. „Papa, bitte tu das nicht“ und „In der Ehehölle gibt es keine Wolke 7“, veröffentlicht. Im anschließenden Podiumsaustausch werden neben der Autorin, Martina Woknitz, Martina Veiel-Wolf, Leiterin des K12 beim Polizeipräsidium Südosthessen sowie Rechtsanwältin Zümüt Turan-Schnieders, teilnehmen. Die städt. Gleichberechtigungsstelle und das Rodgauer Frauennetzwerk laden alle interessierten Menschen herzlich zu dieser Abendveranstaltung in den Stadtverordnetensitzungssaal, Rathaus, Hintergasse 15, ein. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Verein Frauen helfen Frauen und das Frauenhaus Rodgau, sind herzlich willkommen. An diesem Abend können auch die Bücher der Autorin, auf Wunsch signiert, gekauft werden. Kontakt und Information: Clarissa Leopoldsberger, Stadt Rodgau, Telefon 06106 693-1451.

Info:
"Nein zu Gewalt an Frauen“ : Noch immer ist häusliche Gewalt gegen Frauen in unserer Gesellschaft leider alltäglich. Jede Frau – unabhängig von Nationalität und gesellschaftlicher Schicht – kann davon betroffen sein. Die Formen der Gewalt, die Frauen erfahren, sind vielfältig: Physische Gewalt (wie schlagen, treten, stoßen), psychische Gewalt (bedrohen, einschüchtern, abwerten), sexuelle Gewalt, soziale Gewalt, emotionale und ökonomische Gewalt. Gewalt gegen Frauen ist fast immer auch Gewalt gegen die Kinder, allein das Miterleben der Gewalt gegen die Mütter wirkt sich negativ auf die Kinder aus.

06.10.2015