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20.04.2021

Bunte Heimat für Insekten

Die Stadt Rodgau pflanzt entlang der Rodau an fünf ausgewiesenen Standorten insektenfreundliche Blühpflanzen. In allen Stadtteilen fanden sich passende Saatflächen, so dass künftig 2500 Quadratmeter bunt erblühen. Ziel der städtischen Aktion ist es, die biologische Vielfalt insbesondere der heimischen Insektenarten zu fördern. Die blühenden Wiesen verschönern dabei nicht nur das Landschaftsbild, sondern tragen als Nahrungsquelle für Insekten zum Naturschutz bei. Dazu wurden extra heimische Blütensamen im Saatgut „Schmetterlings- und Wildbienensaum“ der Firma Rieger-Hofmann gemischt. Angezogene Wildbienen und Schmetterlinge dürfen sich demnächst in Klatschmohn, Schafgarbe und Johanniskraut oder den dazu gebauten „Insektenhotels“ tummeln. Für die Stadt ist die Bepflanzung ein weiteres Projekt, in dem sie sich für die Umwelt engagiert. Erst im März stellte sie ihre Fördermaßnahme zum Rückbau sogenannter „Schottergärten“ vor. Dotiert mit einer Summe von 30.000 Euro bis 2023, will sie für die Bürgerinnen und Bürger einen Anreiz schaffen, Gärten naturnah zu gestalten, anstatt dem Trend der Flächenversieglung zu folgen. Auch hier bedingt die Förderung eine insektenfreundliche Pflanzung. Die Aussaat der Wildblumen und Gräserarten ist bereits im vollen Gange und soll bis Anfang Mai beendet sein. Dazu wurden die Wiesenflächen entsprechend vorbereitet. Der Boden wurde umgegraben, er erhielt eine feinkrümlige Struktur und die Saat wurde eingewalzt. Lediglich die Wiesen in Jügesheim und Dudenhofen wurde mit Ritzen versehen, um die Samen einzuwalzen. Ab dann lautet die Devise vorerst Geduld. Ende Mai sollen zwar die ersten Blüten zu sehen sein. Die volle Blütenpracht der Frühblüher wird voraussichtlich erst Ende des Sommers zu bewundern sein. Der anschließende Prozess der Wiesenpflege wird bei manchen Bürgerinnen und Bürgern Verwunderung hervorrufen: Kaum wächst es, kommt das erste Mal der „Rasenmäher“. Dieser erste Pflegeschnitt dient auch dazu, sogenannte Beikräuter einzudämmen. Wenige Wochen später wachsen die Pflanzen allerdings zur vollen Blüte heran.
06.10.2015