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15.03.2022

Gedenkveranstaltung Lager Rollwald

Die ursprünglich für den 27. Januar geplante Veranstaltung zum Holocaustgedenktag wurde wegen der Corona-Situation auf den 26. März verschoben. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, an der Gedenkstunde um 14 Uhr auf dem Gelände der Gedenkstätte des NS-Strafgefangenenlagers in Rollwald, Rhönstraße, teilzunehmen. Veranstaltungsort und – termin wurden bewusst gewählt: Am 26. März jährt sich die Befreiung des Lagers Rollwald zum 77. Mal. Im thematischen Mittelpunkt steht die Verfolgung homosexueller Menschen während der NS-Zeit. Redebeiträge von Elske Ostermann-Knopp zum Lager Rollwald und Dr. Rudolf Ostermann in Zusammenarbeit mit Rainer Hoffschildt, Hannover, haben einen engen Bezug zur damaligen Zeit und dem Ort. Auch im Lager Rollwald saßen Gefangene mit „Haftgrund §175“ ein. Rainer Hoffschildt hat Schicksale von über 200 Männern recherchiert. Viele wurden nach ihrer „Entlassung“ erneut verhaftet, in KZs überführt und zum Teil ermordet. Der §175 wurde in Deutschland erst 1994 abgeschafft. Der Blick richtet sich aber nicht nur in die Vergangenheit, sondern hat mit dem Beitrag von Pascal Schilling, Freireligiöse Gemeinde Offenbach, und auch der musikalischen Begleitung durch Svenja Asmus und David Kraft, einen ganz aktuellen Bezug. So ist die Gedenkstunde insgesamt ein Plädoyer für selbstbestimmte sexuelle Orientierung. Die Veranstaltung wird gemeinsam munaVeRo und der Stadt Rodgau durchgeführt und ist Bestandteil der Internationalen Wochen gegen Rassismus mit dem Motto „Haltung zeigen!“. Im Anschluss an Reden und Präsentationen besteht die Möglichkeit zum Austausch. Die Rollwald-AG bietet zudem eine Führung durch Rollwald mit Bezug auf das ehemalige Strafgefangenenlager an. Die Veranstaltung findet im Freien statt. Gäste mögen bitte an dem Wetter angepasste Kleidung denken.


06.10.2015