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30.08.2022

Informationsreihe zum Thema »Demenz«

Demenzerkrankungen gehören zu den häufigsten und folgenreichsten psychiatrischen Erkrankungen im höheren Alter. In Deutschland leiden derzeit 1,7 Millionen Menschen an einer Demenz, die Tendenz ist mit zunehmendem Alter steigend. Etwa 60 % der Menschen mit Demenz leben in Privathaushalten. Pflegende Angehörige sind dabei besonderen Belastungen durch das herausfordernde Verhalten ihrer Pflegebedürftigen ausgesetzt. Pflege- oder Betreuungssituationen können besser bewältigt werden, wenn die Pflegenden über den Verlauf der Krankheit, über den Umgang mit Menschen mit Demenz, über Therapie-Möglichkeiten und über gesetzliche Grundlagen informiert sind. In Kooperation mit der Leitstelle Älterwerden des Kreises Offenbach bietet die Seniorenberatung der Stadt Rodgau ab Mitte September sechs Vorträge an, bei denen grundsätzliche Informationen von kompetenten Fachkräften erläutert werden. Dipl.-Soziologin Maren Ewald (StattHaus Offenbach) beginnt am 15. September mit dem Vortrag „Umgang mit Menschen mit Demenz“. Sie informiert über die Gefühls- und Erlebniswelt von Menschen mit Demenz und über erprobte praktische Ratschläge. Darüber hinaus gibt sie konkrete Hilfestellungen für die Pflege, Betreuung und das Zusammenleben mit dem an Demenz erkrankten Menschen. Da es für Menschen mit Demenz wichtig ist, Alltagsvertrautheit zu erhalten und Alltagskompetenz zu fördern, stellt Wolfgang Geiken-Weigt, Dipl.-Sozialarbeiter von Demenz-Partner Rhein-Main e.V., am 22. September in seinem Vortrag „Von Schokoladenbäumen, Lieblingsplätzen und Noppensocken - praktische Alltagshilfen“ ein individuelles und personenzentriertes Wohnraum-Beratungskonzept vor, das die soziale und räumliche Lebensqualität fördert. Darüber hinaus gibt er praktische Hilfestellungen, mit welchen architektonischen Möglichkeiten Sicherheit und Geborgenheit vermittelt werden können. Am 13. Oktober stellen die Sozialarbeiterin Christine Zöller und der Dipl.-Pflegewirt Timo Schönlein, beide vom DRK-Betreuungsverein, in ihrem Vortag „Gesetzliche Betreuung – Betreuungsverfügung - Vorsorgevollmacht – Patientenverfügung“ das Betreuungsrecht in Grundzügen vor und erläutern die Antragstellung und den Verfahrensverlauf. Zudem informieren sie über die Möglichkeit der Erteilung einer Vollmacht, der Erstellung einer Betreuungsverfügung und der Patientenverfügung. Unter dem Titel „Der medizinische Hintergrund von Demenz - Diagnose und Therapie“ gibt Dr. med. Beate Manus, Chefärztin der Klinik für Akutgeriatrie und Geriatrische Frührehabilitation, Geriatrische Tagesklinik und Fachärztin für Innere Medizin, Geriatrie Asklepios Kliniken Langen-Seligenstadt GmbH, am 20. Oktober einen Überblick über die häufigsten Demenzformen, deren Symptome und Therapiemöglichkeiten. Die Dozentin für Yoga und Entspannungstherapie, Verena Bolesta-Hahn, stellt am 27. Oktober in ihrem Vortrag „Wie kommt man zu der Entspannung, die man braucht?“ verschiedene Entspannungstechniken vor, die es ermöglichen, schnell und tief zu entspannen, um neue Kraft und Energie zu schöpfen. Die Pflege eines Menschen mit Demenz kann Angehörige in eine tiefe Krise stürzen und auch die betroffenen Kranken können durch den Verlust ihrer Fähigkeiten im Labyrinth der Krisenphasen stecken bleiben. Die Gemeindekrankenschwester Dagny Schüler versucht deshalb, am 3. November mit dem Vortag „Chancen der Krisenbewältigung“ Wege aufzuzeigen, die aus der Krise herausführen können. Die Vorträge finden jeweils von 18 bis 20 Uhr, im Rathaus, Stadtverordnetensitzungssaal, Hintergasse 15, 63110 Rodgau, statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auf Wunsch kann eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt werden. Informationen zu der Vortragsreihe gibt es bei der städtischen Seniorenberaterin Tina Taffet unter 06106 693 – 1233.