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18.05.2021

Pilotversuch geplant: Teststrategie für städtische Kitas

Die Corona-Pandemie ist seit mehr als einem Jahr ständiger Begleiter der Menschen weltweit. Sie greift mit den notwendigen Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen nicht nur in das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben, sondern auch in die persönlichsten Lebenssituationen ein. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche, denen seit Monaten der Besuch von Schule und Betreuungseinrichtungen entweder gar nicht oder nur in massiv veränderter Form möglich ist. Die Schlagworte sind Distanz – oder Wechselunterricht, Notbetreuung, regelmäßige Tests oder Homeschooling. Ganz allmählich scheinen sich nun die Rahmenbedingungen in der pandemischen Ausnahmesituation zu verändern. So wird beispielsweise der kostenfreie Bürgertest angenommen und ist damit eine Säule in der Pandemiebekämpfung. Immer mehr Menschen nehmen das Angebot einer Impfung wahr – das gilt auch für die städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen, in denen die Belegschaft zum großen Teil geimpft ist. Hinzu kommt, dass inzwischen anerkannte Corona-Tests auch für kleine Kinder zur Verfügung stehen. Genau hier setzt die Stadt Rodgau an und möchte das in den Schulen bereits praktizierte Verfahren versuchsweise im Kita-Alltag erproben. Zunächst einmal in einer Einrichtung und auch dort nur im ganz engen Austausch mit den Eltern könnte dieses Pilotprojekt starten. Denn, und das ist derzeit völlig unstrittig, die Tests der Kinder sind freiwillig. Ohne die Bereitschaft der Eltern, sich an diesem Projekt zu beteiligen, kann es nicht funktionieren. „Das Ziel ist doch, unsere Einrichtungen zeitnah wieder im Regelbetrieb laufen zu lassen. Wir könnten mit den regelmäßigen Tests der Kinder diesem Ziel - und das möglichst sicher und verantwortbar - einen großen Schritt näherkommen.“, erläutert Sozialdezernent Michael Schüßler die Intention. Corona hat die Betreuungseinrichtungen nicht nur im zeitlichen Rahmen, sondern auch konzeptionell eingeschränkt. Die städtischen Kitas haben tolle individuelle Konzepte, so der Erste Stadtrat, und es sei gemeinsames Ziel von Träger und Einrichtungen, diese Konzepte alsbald wieder mit Leben zu füllen. Aus diesen Grund werden nun die Eltern einer Einrichtung im ersten Schritt befragt, ob und wie weit sie in eine Phase des Ausprobieres einer Teststrategie einsteigen möchten.
06.10.2015