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08.03.2022

Stadtwerke Rodgau ziehen positives Fazit nach Pilotprojekt mit Uni Geisenheim

In einem gemeinsamen Pilotprojekt haben die Abteilung Bauhof und Ressourcen der Stadtwerke Rodgau und die Hochschule Geisenheim University eine Effizienzanalyse der zur Grünflächenpflege eingesetzten Geräte durchgeführt. Dreh- und Angelpunkt des Projektes war die Masterarbeit des Studenten Ingo Hartmann mit dem Titel „Smarte Sensorik in der Grünpflege“. Für diese wurden die Pflegegeräte des Bauhofes mit Sensoren ausgestattet, die unter anderem die Motorlaufzeit der Geräte sowie die zurückgelegten Wegstrecken aufzeichneten. Nach einer dreiwöchigen Testphase startete im Juli vergangenen Jahres die Sensoranalyse mit allen Geräten. Nach deren Ende im Oktober 2021 begann Ingo Hartmann mit der Auswertung der Daten. Durch die von ihm eingesetzte Methodik ließ sich zum einen feststellen, wie viel Zeit die Pflege der Grünflächen in Anspruch nimmt. Zum anderen war es möglich, die Unterbrechungszeiten und -orte sowie Fahrzeiten zu den Liegenschaften zu messen. Für beide Seiten war die Zusammenarbeit ein Gewinn. „Wir freuen uns, dass wir Herrn Hartmann beim Abschluss seines Studiums erfolgreich unterstützen konnten. Unser Ziel war es, unsere Arbeitsabläufe transparent zu machen, um mit den neuen Erkenntnissen die Leistung des Bauhofes zu verbessern“, erklärt Stefan Lambert, der technische Betriebsleiter der Stadtwerke Rodgau. Tatsächlich konnte der Bauhof aus den erhobenen Daten bereits viele interessante und wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen werden zum Teil schon in der Praxis umgesetzt. So wurden die Ausfallzeiten der Geräte durch Schäden vermerkt, was dazu führte, dass die Mitarbeiter nun mehr Ersatzteile bzw. Ersatzgeräte auf den Fahrzeugen mitführen. Die Messung der Fahrzeiten zu den zu pflegenden Flächen erbrachte eine Optimierung der betrieblichen Abläufe. Insbesondere die Zusammenführung von Abfuhrfahrten oder die geplante Beschaffung eines Abrollkippers für eine effizientere Grünschnittabfuhr erlauben eine Steigerung der vorhandenen Kapazitäten. Darüber hinaus ermöglicht die Datenanalyse es, die Wegstrecken zwischen den Liegenschaften zu minimieren und Arbeitsbereiche effizienter zusammenzufassen. „Die Ergebnisse bringen direkte Verbesserungen für den Arbeitsalltag“, freut sich auch Torsten Eckert, der Geschäftsbereichsleiter der Kommunalen Dienste und blickt bereits auf zukünftige Projekte, „Eine solche Analyse wäre sicher auch für unseren Winterdienst und die Räumfahrzeuge von großem Wert.“

06.10.2015